[Reiselust] Italien-Rundreise Teil I - Pisa, Florenz, Rom & Neapel


Jetzt sind wir schon seit fast einem Monat aus dem Urlaub zurück und ich habe es immer noch nicht geschafft euch einen kleinen Urlaubsbericht zu schreiben! Schande über mich! :D In den letzten Tagen war ich aber fleißig, habe Bilder sortiert und zurechtgeschnitten und viel Text getippt. Das Ganze ist auch gerade wegen der Bilder dann einfach überdimensional lang geworden, weswegen ich mich entschieden habe meinen Urlaubsbericht in zwei Teile zu teilen. Heute möchte ich euch also von Pisa, Florenz, Rom und Neapel erzählen! Morgen geht es dann mit unserem Strandurlaub in Montesilvano, Venedig, Verona und einem Tag am Gardasee weiter. Da wir wirklich viel gesehen und erlebt haben, habe ich versucht mich einigermaßen kurz zu halten. Wenn ihr mehr wissen wollt, gebt mir einfach in den Kommentaren Bescheid! :) Ich hoffe, ihr habt euch eine Tasse Tee oder passender einen Espresso geholt und seid bereit für eine kleine Reise nach Bella Italia!


Unsere Reise ging in Pisa los! Wir haben uns ein Hotel in der Nähe des Florenzer Flughafens gesucht und sind von dort dann Richtung Schiefer Turm gefahren. Das war eigentlich auch die einzige Sehenswürdigkeit, wegen der wir nach Pisa gefahren sind und die wir uns dort dann angeschaut haben. Inklusiva Rumgepose vorm Turm natürlich! Anfangs kommt man sich da schon etwas doof vor, weil es aber alle machen ist es einem aber sehr schnell kaum noch peinlich! Wir haben danach nur noch einen kleinen Spaziergang durch die Gassen um den Turm herum gemacht und sind dann direkt wieder ins Auto gestiegen, um weiter nach Florenz zu fahren.


Dort haben wir dann den Rest des Tages verbracht. Da Parken in Florenz sehr teuer ist, haben wir im Internet nach Tipps gesucht und unser Auto daraufhin auf den Parkplatz eines großen Einkaufszentrums, dem Centro Ponteagreve kostenfrei abgestellt. Von dort ist auch direkt eine Straßenbahn in die Innenstadt gefahren, die Haltestelle heißt Nenni-Torregalli. Diese Möglichkeit nutzen anscheinend viele Touristen, wir haben einige Leute gesehen, die abends mit uns zurück zum Einkaufszentrum gefahren sind und dort ihr Auto abgeholt haben. Man muss nur darauf achten, dass die Schranken des Parkplatzes zu einer bestimmten Uhrzeit schließen und man bis spätestens dann zurück sein sollte.


Wir sind dann also mit der Straßenbahn in die Innenstadt gefahren und haben uns von dort dann einfach treiben lassen und sind drauf losgelaufen. Für Florenz hatte ich mir keinen richtigen Plan gemacht, ich habe gelesen, dass die Kathedrale sehenswert und Florenz einfach im Ganzen eine tolle, schöne Stadt sein soll! Und das kann ich nach unserer Reise absolut bestätigen. Die Kathedrale gehört für mich zu einer der beeindruckendsten, die ich je gesehen habe. Auch der Rest der Stadt hat mir sehr gefallen! Hinzu kam, dass das Wetter einfach traumhaft war und die Touristenmengen sich absolut im Rahmen hielten. Der Tag in Florenz war mit einer der schönsten in unserem Urlaub. Aber auch unser laufreichster, laut meiner Handyapp waren es ganze 18km!


Am Abend sind wir auf Empfehlung meiner Mutter noch hoch zum Piazzale Michelangelo gelaufen, um uns den Sonnenuntergang anzusehen. Auch wenn es etwas wolkig war und so das rötliche Licht nicht über die ganze Stadt gestrahlt hat, war die Aussicht einfach toll und der Aufstieg absolut lohnens- und empfehlenswert!


Am nächsten Morgen ging es weiter nach Rom. Wir sind recht früh losgefahren, um möglichst viel vom Tag zu haben. Laut Wetterbericht sollte unser Anreisetag im Gegensatz zu den zwei folgenden nämlich richtig schön werden. Also haben wir unsere Koffer nur schnell im Hotel abgestellt und sind mit der Metro in die Stadt zum Kolloseum gefahren. Ich hatte total vergessen im voraus online Eintritsskarten zu bestellen und habe mich schon auf sehr lange Warteschlangen eingestellt. Dem war Gott sei Dank nicht so und wir mussten nur etwa eine halbe Stunde warten bis wir im größten Kolloseum Italiens standen. Es war wirklich beeindruckend und nur schwer vorstellbar, dass hier einmal echte Gladiatorenkämpfe stattgefunden haben. Noch eindrucksvoller fand ich allerdings das Palatinum, einen der sieben Hügel Roms und Gründungsort der Stadt. Es ist unglaublich, wie viel von diesem alten Teil der Stadt noch vorhanden ist und wie groß das Gelände ist. Der Eintritt ist übrigens in der Karte fürs Kolloseum mit enthalten!


Nach unserem Fußmarsch durch das antike Rom sind wir noch einige andere berühmte Sehenswürdigkeiten abgelaufen. Trevi-Brunnen, Spanische Treppe, Pantheon und dem Nationaldenkmal Monumento a Vittorio Emanuele II. Eine kleine Verstärkung holten wir uns zwischendurch im Pane e Salame ganz in der Nähe des Trevi-Brunnens. Dort gibt es wirklich sehr leckere, preiswerte Paninis. Eigentlich war es nur als kleiner Snack gedacht, wir waren danach aber so satt, dass wir aufs Abendessen verzichtet haben. Der Trevi-Brunnen ist übrigens wirklich sehr schön, aber wohl einer der überlaufendsten Orte in ganz Rom. Dort durch die Menge zu kommen war echt kein Spaß. Nachdem wir an nur einem Tag so viel gelaufen sind und gesehen haben, waren wir total müde und fertig und haben uns auf den Rückweg in unser Hotel gemacht.


Der nächste Tag war wie vorhergesagt total regnerisch, also blieben wir den Vormittag über erst einmal entspannt im Hotel. Sowas darf man sich im Urlaub auch mal gönnen! ;) Gegen Mittag haben wir uns dann auf den Weg ins Eataly gemacht. Das ist eine Mischung aus Supermarkt und Fresshalle, in dem man neben einigen Restaurants auch viele, leckere italienische Spezialitäten kaufen kann. Ich habe mich erst einmal mit Pasta aller Art für mich und meine Familie eingedeckt! In der Woche, in der wir dort waren, war in der Halle außerdem ein Eisfest, bei dem an kleinen Stände viele außergewöhnlich Sorten kaufen konnte. Ich bin immer wieder faszinierend, wie intensiv italienisches Eis schmeckt!


Am späten Nachmittag hat der Regen endlich aufgehört und wir sind zum Vatikan gefahren. Obwohl wir relativ spät dran waren, mussten wir immer noch gut eine Stunde anstehen, bis wir endlich in den Petersdom hinein konnten. Das Warten hat sich aber gelohnt! Von außen fand ich den Dom ehrlich gesagt gar nicht so beeindruckend, von Innen dafür umso mehr. Der Regen hatte letztendlich dann noch etwas Gutes, er hat uns eine paar Pfützen beschert, durch die sich in der Abenddämmerung tolle Bilder vom Petersdom machen ließen. Alles in allem ist Rom eine wahnsinnig schöne und sehenswerte Stadt! Wir waren zwar nur kurz da und hatten zum Teil nicht ganz so gutes Wetter, haben aber das Beste daraus gemacht und so viel es ging aus der Stadt mitgenommen.


Auch der nächste Tag war regnerisch, weswegen wir uns mit unserer Abfahrt Zeit ließen und uns erst gegen Mittag auf den Weg nach Neapel gemacht haben. Ich war vor sechs Jahren schon mal mit der Schule für einen Tag in Neapel und muss gestehen, an viel erinnern kann ich mich nicht. Nachdem ich jetzt wieder da war, weiß ich auch warum. Neapel ist weder sonderlich schön, noch gibt es viel zu sehen. Außerdem ist der Verkehr in Neapel die Hölle! Ich kann nur jedem empfehlen sich ein Hotel außerhalb zu nehmen oder zumindest irgendwo außerhalb zu parken und dann mit dem Zug in die Stadt zu fahren. Dafür haben wir ein richtig tolles Restaurant entdeckt, das La Lazzara. Die Pizzen war sehr lecker, genauso wie der Wein und die Desserts. Zudem war der Service super freundlich und die Preise absolut im Rahmen. Ein drittes Mal muss ich aber defintiv nicht mehr nach Neapel.


Weil die Stadt an sich nicht sonderlich viel zu bieten hatte, haben wir an unserem zweiten Tag eine kleine Schifffahrt gemacht und sind zu der Insel Prodica gefahren. Die Insel ist wirklich traumhaft und für mich irgendwie typisch italienisch. Der Hafen, die vielen kleinen Gassen und die bunten Häuser - das alles hat mir unglaublich gut gefallen. Und ein Vorteil gegenüber Capri - Touristen gibt es hier nur wenige. Viel mehr möchte ich dazu eigentlich gar nicht mehr sagen, sondern einfach die Bilder sprechen lassen!


An unseren Abreisetag standen noch der Vesuv und Pompei auf dem Plan. Der Aufstieg auf den Vesuv war unglaublich anstrengend, die Aussicht über Neapel dafür aber wirklich toll. Außerdem ist es irgendwie ein echt seltsames Gefühl auf einem aktiven Vulkan zu stehen, vor allem wenn man dann im Internet liest, dass Experten davon ausgehen, dass er jederzeit wieder erwachen kann. Ein bisschen mulmig wird einen da ja schon!


Am frühen Nachmittag ging es dann noch nach Pompei. Wer auf dem Vulkan noch kein komisches Gefühl hatte, der hat es spätestens jetzt, wenn man sieht welche Zerstörung ein Vulkanausbruch auslösen kann. Vor allem die versteinerten Leichen sieht man mit einer Mischung aus Faszination und einer Art Trauer an. Wir waren nicht allzu lange in Pompei, da wir noch eine lange Fahrt vor uns hatten und ich nach der Serpentinenabfahrt und zwei Tabletten Vomex ziemlich fertig und müde war. Wer aber mal in der Gegend ist, sollte sich den Vesuv und Pompei nicht entgehen lassen!

Für uns ging es dann weiter an den Strand nach Montesilvano, um ein paar Tage zu entspannen und mal nichts zu tun. Davon und von den restlichen Städten auf unserer Route möchte ich euch aber morgen erzählen! 

Wart ihr schon einmal in Italien? Wenn ja, wo genau? :)

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