[Review] ebay Lichtwürfel


Zum Geburtstag habe ich vom Freund meiner Mutter einen Lichtwürfel geschenkt bekommen. Das steht schon länger auf meiner Wunschliste, da es gerade in den Wintermonaten schwierig ist nach der Arbeit oder Uni noch gute Bilder zu machen. Meist ist es dann nämlich schon zu dunkel. Da das bestimmt auch für viele andere Blogger interessant ist, wollte ich mal eine Review zu dem Set schreiben und die Vor- und Nachteile miteinander vergleichen.
Da ich den Lichtwürfel mit ausgesucht habe, weiß ich dass er von ebay ist und etwa 30€ gekostet hat. Den Link dazu findet ihr hier. Leider ist das Modell im Moment nicht vorhanden, aber wenn ihr auf ebay und amazon sucht, findet ihr sehr ähnliche und auch gleiche Lichtwürfel. Die Rezensionen zu diesem und vergleichbaren Würfeln auf amazon waren insgesamt sehr positiv und es wurde oft betont, dass dieses Set für Blogger und einfache Produktfotografien absolut ausreichend ist. Mein Würfel ist jetzt 40x40x40cm groß – so ist er noch handlich genug, um transportiert und schnell aufgebaut werden zu können, aber auch groß genug, um Beauty-Produkten die benötigte Fläche zu geben.
Aufbau

Leider habe ich vor dem Urlaub vergessen ein Bild von dem Lichtwürfel zu machen, wenn er verpackt ist. Es gibt nämlich keine extra Verpackung, sondern die Tasche ist sozusagen in den Lichtwürfel integriert. Da findet ihr aber ganz gute Bilder unter dem ebay-Link, den ich euch weiter oben gegeben habe.

Ausgepackt und aufgebaut sieht das Ganze dann so aus:


Der Aufbau dauert am Anfang etwas länger, da eine Anleitung fehlt und man ein bisschen rumbasteln muss. Außerdem braucht man anfangs auch länger bis man Lampen und Stativ in die richtige Position gebracht hat. Wenn man da aber mal den Dreh raus hat, dann funktioniert das recht schnell – in etwa 1-2 Minuten.

Den Lichtwürfel selbst habe ich mittig auf unserem Esstisch aufgebaut und den weißen Hintergrund durch einen Klettverschluss angebracht. Das Stativ steht direkt davor und die Lampen etwa 30cm links und rechts vom Würfel. Da muss man wie gesagt rumprobieren bis man die Szene optimal ausgelichtet hat.

Hier seht ihr auch nochmal, wie es aussieht, wenn ein Produkt – hier jetzt ein Nagellack von Trend it up aus meinem letzten dm-Haul – im Lichtwürfel steht. Man erkennt, dass die Größe des Würfels wirklich absolut ausreicht. 



Auf dem Bild erkennt man auch den im Vergleich zur Rückwand deutlich helleren Boden. Das liegt daran, dass ich ein bisschen herumprobiert habe und ein weißes Blatt Papier untergelegt habe, weil mein Holztisch etwas durch den weißen Hintergrund durch geschaut hat. Auf Frontalbildern sieht das aber dann total blöd aus, weil der Boden eben sehr viel heller ist als die Rückwand, wo das weiße Tuch ja auf dem schwarzen Hintergrund des Lichtwürfels angeklebt ist. 



Mit dem schwarzen Hintergrundtuch am Boden untergelegt hat das Ganze aber auch nicht so geklappt, weil sich das dann etwas gewölbt und somit Schatten geworfen hat.



Für Frontalaufnahmen lass ich also meinen Holztischboden einfach so wie er ist. Mit den richtigen Lichteinstellungen kriege ich so die besten Ergebnisse und das braune Holz fällt auch nicht auf. Wenn ich aber Aufnahmen von oben mache – wie bei meinen Nailspirations – dann lege ich weißes Papier unter. So würde das Bild dann optimal - und etwas bearbeitet - aussehen:



Um die Lampen anzuschließen habe ich übrigens eine kleine Dreifachsteckdose für etwa 3€ bei Woolworth gekauft. Die passt auch wunderbar mit in die Transporttasche und so kann man immer und überall, wo eine Steckdose vorhanden ist, seinen Lichtwürfel aufbauen.

Stativ

So wie ihr das Stativ auf den Bildern oben gesehen habt, richte ich es eigentlich nie aus. Da ich ja meistens kleine Sachen wie Nagellacke fotografiere, muss ich näher und tiefer ran. Dafür hat das Stativ zwei Winkel, an denen man es perfekt ausrichten kann. Manchmal lasse ich das Stativ auch ganz weg – vor allem wenn ich Hauls oder so fotografiere, wo ich ständig die Position der Kamera ändern muss, da die Produkte ja unterschiedlich groß sind.  



Jede normale Kamera lässt sich auf das Stativ aufdrehen. Meine Digitalkamera hält darauf perfekt. Wie das jetzt mit einer großen und schweren Spiegelreflexkamera aussieht, kann ich leider nicht sagen.

Das hier ist übrigens die Position, in der ich das Stativ meistens anbringe:

Lampen

Wie ich die Lampen aufgebaut habe, habe ich euch ja oben schon gezeigt. Zum Transport lassen sie sich außerdem einklappen und so in der Tasche verstauen.



Leider ist das Licht etwas warm und gelbstichig. Durch ein paar Bearbeitungsschritte lässt sich das zwar ganz schnell wieder verbessern, aber schade ist es dennoch. Ich werde irgendwann Tageslichtbirnen ausprobieren. Im Moment komme ich so aber eigentlich ganz gut zurecht. 

Auch der Kopf der Lampen ist verstellbar, so dass sich der Lichtkegel optimal einstellen lässt. Ich versuche das Licht immer mittig einfallen zu lassen, so dass ich ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis hinkriege.


Ein weiterer Nachteil der Lampen ist, dass sie sehr schnell sehr heiß werden. Nach dem Fotografieren warte ich also immer noch etwa eine Viertelstunde bis sie kalt genug sind, um sie einpacken zu können.
Hintergründe

Die Hintergründe müssen auf jeden Fall gebügelt werden! Da sie beim Versenden gefaltet worden sind, bleiben diese Falten eben auch deutlich sichtbar im Stoff zu erkennen. Leider auch auf den Bildern. Bisher habe ich nur den weißen Stoff gebügelt, da ich nur ihn benutze. Beim Bügeln sollte man aber ein Küchentuch oder ähnliches dazwischen legen, um den Stoff nicht zu beschädigen.


Neben dem weißen Hintergrund, den ihr ja auf den Bildern oben gesehen habt, gibt es noch welche in Rot, Blau und Schwarz. Ich habe euch mal alle drei Aufbauten und eine Produktfotografie mit den Hintergründen gemacht. Wie oben schon erwähnt, sind diese drei nicht gebügelt und man sieht die Falten im Stoff. Den schwarzen Hintergrund finde ich eigentlich auch noch ganz cool, Blau und Rot gefallen mir aber nicht. Vor allem Rot reflektiert total und lässt keine richtige Farbgebung mehr zu.


Damit mein gebügelter Hintergrund nicht gleich wieder faltig wird, habe ich ihn eingerollt und das sozusagen mit Hilfe von zwei Klopapierrollen befestigt. 
Der Vergleich

Zuerst will ich euch zeigen, wie ich bisher meine Fotos gemacht habe. Ich habe eine Blätter weißes Papier genommen und sie auf meinen aufgeklappten Laptop gelegt, sodass ich einen weißen Boden und einen weißen Hintergrund hatte. Dann habe ich versucht möglichst immer dann Fotos zu machen, wenn es draußen hell, aber eben nicht zu sonnig ist, weil man sonst extreme Schatten auf den Bildern hat. Am besten waren also leicht bewölkte Tage und der Zeitraum von 14-16 Uhr. Leider bin ich zu der Zeit doch öfters in der Uni, so dass ich immer gut einplanen musste, wann ich Fotos für den Blog machen kann. Auf dem Bild sieht man ganz gut, was ich mit den Schatten meine - an dem Tag war es nämlich besonders sonnig.


Jetzt möchte ich euch natürlichen auch einen Bildervergleich zeigen. Da fange ich mal mit den Produktfotografien an:


Hier mag ich eindeutig die Bilder aus dem Lichtwürfel lieber. Man muss zwar etwas mit der Bearbeitung spielen und zu 100% bin ich auch noch nicht zufrieden, aber wenigstens hat man keine Schatten, sondern ein gleichmäßiges Licht. 

Weil ja hier auch doch sehr häufig Fotos meiner Nägel zu finden sind, will ich euch da natürlichen auch noch einen Vergleich zeigen:


Hier sieht die Sache etwas anders aus. Mir gefallen die Fotos, die ich vor dem Laptop erziele einfach viel besser. Das Licht ist hier schöner und ich weiß inzwischen wie ich meine Hand halten muss, damit möglichst keine Schatten zu sehen sind. Für den dunklen Winter oder Tage, an denen das Wetter einfach nicht mit spielt, werde ich aber auch für Nagelfotografien den Lichtwürfel benutzen. Ich denke, wenn ich damit dann etwas geübter bin, werden die Fotos auch besser. Um einen besseren Vergleich zu haben, könnt ihr euch mal diese beiden Posts anschauen: Das Stamping-Design hier habe ich im Lichtwürfel fotografiert und mein EKG-Design hier außerhalb.  

Fazit

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Lichtwürfel. Für den Preis bekommt man wirklich ein tolles Set, das sich vor allem für Blogger und ihre Produktfotografien eignet. Ich handhabe es inzwischen so, dass ich einige Sachen für die nächsten Posts sozusagen sammel, den Würfel dann aufbaue und die Bilder für viele Posts auf einmal mache. So spart man sich auch den ständigen Auf- und Abbau. Natürlich hat der Würfel auch ein paar Nachteile. Die Lampen werden sehr schnell heiß und das Licht ist etwas zu gelbstichig, die Hintergründe haben schlimme Falten und der Aufbau vom Stativ treibt mich manchmal in den Wahnsinn. :D Für nicht einmal 30€ habe ich aber auch kein Profi-Set erwartet und kann den Lichtwürfel damit nur vollstens empfehlen!

Jetzt würde mich mal eure Meinung interessieren! Habt ihr auch einen Lichtwürfel daheim? Wenn Nein, wie macht ihre eure Fotos? Welche Bilder gefallen euch besser - die aus dem Lichtwürfel oder die vorm Laptop?

Kommentare:

  1. Schöner Beitrag, der mich nun doch auch bestärkt das Set auszuprobieren. Für den Anfang reicht es bestimmt aus, um sich ein wenig weiterzuentwickeln. Danke schön :)

    Liebste Grüße, Riklinde von Schwarzbuntgestreift
    http://schwarzbuntgestreift.com/

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    1. Das freut mich! Schreib mir dann, wie du das Set findest! :)

      Liebe Grüße, Julia

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  2. Das liebe Licht.... Das ist ein leidiges Thema. Tageslichtlampen erzeugen gerne einen leichten Grünstich. Sieht man gut auf dem Insta-Bild von mir, das das Design mit den pinken Dreiecken zeigt (das Bild ohne die Nagellackflaschen). Ich habe auch neue Lampen und bin seit gestern am ausprobieren wie ich mit denen am besten zurecht komme. Sie sind heller als meine alten Lampen, aber Energiespar-Tageslicht-Lampen erzeugen halt gerne leichten Grünstich. Nun habe ich aber ein wenig an den Einstellungen meiner Kamera gespielt und bin nun zufrieden. Manueller Weißabgleich ist Pflichtprogramm. Zudem habe ich die Farbeinstellungen in meiner Kamera ein wenig geändert. Ich habe Grün- und Blauanteile ein wenig zurückgenommen. Jetzt gefallen mir die Ergebnisse ganz gut.

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