S.O.S.-Nagelreperaturset, das jeder zu Hause hat!


Vor ein paar Wochen auf der Arbeit ist es mir mal wieder passiert: Alle Nägel sind auf einer schön gleichmäßigen Länge und wachsen fröhlich vor sich hin und genau dann muss einer richtig mies einreißen. Ich hab dann erstmal ein Pflaster drauf und hab dann daheim gegoogelt, wie sich sowas denn retten lässt. Dabei bin ich häufig auf die Teebeutel-Methode gestoßen!

Hier seht ihr erstmal das Dilemma. Der Nagel am Mittelfinger der linken Hand - also auch noch meiner Foto-Hand!! - ist etwa an diesem Übergang zum Nagelweiß eingerissen.


Um das zu retten, braucht man jetzt folgendes: Teebeutel, Schere und Klarlack.


Den Teebeutel öffnet man dann und leert den Tee aus. Dann schneidet man sich ein Stück ab, dass ein Stückchen größer ist, als der Riss im Nagel. Den Rest des Teebeutels kann man aufheben und beim nächsten Mal wieder verwenden. :)


Das Teebeutel-Stückchen klebt man jetzt mit Klarlack auf den Riss, so dass er ihn gut bedeckt und an der Seite zur Nagelhaut übersteht. Das lässt man dann gut antrocken. Als nächstes schneidet man den überstehenden Rest vorsichtig ab und beginnt mit seiner normalen Nagelroutine. Man lackiert also einfach seinen Basecoat. Mit einem Rosenholzstäbchen kann man den Teebeutel am Rand zur Nagelhaut noch etwas andrücken. Man kann den überstehenden Teebeutel auch einfach umklappen und auch wieder auf den Nagel kleben, so wird das ganze aber halt etwas dicker. Oder man kann es nach oben hin überstehen lassen und dann um die Nagelspitze klappen. ;) Da muss jeder für sich selbst mal ausprobieren, was ihm optisch am besten gefällt und was am besten hält!



Für das Design, das ich an dem Tag gemacht habe, habe ich einen weißen Bascoat gebraucht. Eher ungünstig, weil bei so einer hellen Farbe natürlich jede Unebenheit auffällt. Wie ihr seht, wirkt der Nagel etwas breiter und da, wo der Teebeutel klebt etwas hubbelig. Als das Design dann aber fertig war, ist es eigentlich nur noch aufgefallen, wenn man es wusste und genau hingeschaut hat. Und ehrlich gesagt, sieht mein Nagel lieber etwas holperig aus, als dass er ganz einreißt. ;)


Wenn man die Nägel ablackiert, geht natürlich auch der Teebeutel mit ab. Das heißt man muss den kleinen Verband jedes Mal neu anlegen, bis der Riss rausgewachsen ist. :)

Nach ca. 3 Wochen hat aber leider auch diese Rettungsmaßnahme nichts mehr gebracht. Der Riss ist sozusagen über die Fingerspitze hinaus gewachsen und war dadurch natürlich noch "verletzlicher". :D Ich hab dann irgendwann entschieden, dass es reicht und habe alle Nägel runter gefeilt. Aber immerhin konnte ich so den Mittelfinger auch auf eine normale Länge kürzen und er ist nicht richtig tief eingerissen. 

Kanntet ihr den Trick schon? Was macht ihr, wenn euch ein Nagel einreißt?

Kommentare:

  1. Bei mir klappt das mit den Teebeutel partout nicht, ich nehme dafür zwei bis drei Lagen Taschentuch (also nicht das ganze Taschentuch, sondern diese ganz hauchfeinen Dinger, die man erst einmal auffieseln muss). Das mache ich allerdings nur, wenn der Nagel so weit unten eingerissen ist, dass abschneiden nicht geht. Da halte ich es nämlich wie bei meinen Haaren: was kaputt ist, muss weg. Meinen Spliss versuche ich auch nicht mit Silikon wieder hinzukitten.
    Ansonsten ist es natürlich eine gute Methode und wem die Nagellänge wichtig ist, der kommt da kaum drumrum.

    Liebe Grüße!

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    1. Das ist auch eine super Idee! Werde ich beim nächsten Mal mal ausprobieren udn schauen was ich besser finde :)
      Ja, ich hab dann als der Riss einigermaßen rausgewachsen war einfach auch alle Nägel gekürzt - ist halt nur wirklich echt blöd, wenn er ganz tief einreißt ;)
      Liebe Grüße, Julia

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